Shadow of the Demon Lord

Auge um Auge

Oh mein Gott, hier spricht wieder Dein ergebener Diener Rotze, der Goblin in der dezent femininen Abendgarderobe.

Unsere Schicksalsgemeinschaft befindet sich noch immer im Tempel der Hautsammler-Scheusale, in dem wir gerade einen Teil untersucht haben, der anscheinend eingestürzt ist und so zu einer natürlichen Höhle geworden ist. Da wir nicht einschätzen konnten, ob diese irgendwo hinführt, kehrten wir um und entschlossen uns, stattdessen einen anderen Gang zu erkunden, der von der runden Halle mit dem Leuchtestein im Boden abgeht.

Unsere Wahl fiel auf den Gang, an dessen Ende wir nur eine schemenhafte Figur erkennen konnten. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dieser Figur um eine überlebensgroße Steinstatue, die ein Abbild der bösen Feenkönigin darstellt, welche uns zuvor der Leuchtestein in die Luft gemalt hatte. Anstelle von Augen hatte diese Statue zwei Münzen. Ist ja auch klar: Ihre Augen hatte sich die Feenhexe ja in dem Trugbild überm Leuchtestein bereits rausgerissen. Leider, lieber Gott, werden wir später noch auf das Thema Augen zurückkommen müssen. Bäbäh!

Jedenfalls hat Eamon herausgefunden, dass sowohl die blöde Feenstatue als auch eine der Münzen magischer Natur waren. Diese Münze habe ich der Feenschlampe mit meinem Bogen gleich mal sauber rausgeschossen. Das fand die olle Fee wohl nicht so gut, denn nun begann sie, wie eine alberne Gans auf uns loszutänzeln. Dann lief mit einem Mal der Ork Lamosh auf die Statue zu griff sie an und lief dann noch weiter in den Raum dahinter. Typisch ungestümer Ork! Die Strafe hierfür folgte auf dem Fuß, bzw. auf Insektenbeinen: Das Nächste, was wir sahen, war Lamosh der sich beeilte, wieder zu uns zurückzukommen – verfolgt von etwa einem Dutzend lebender Augen auf dürren Beinchen. Der Blick dieser ekligen Kriechaugen übte den unwiderstehlichen Zwang aus, sich ihnen zu nähern. Der Grund hierfür wurde uns leider bald allzu klar …

Währenddessen hatte sich die Elfenstatue uns tänzelnd bis in Nahkampfreichweite genähert und wurde dort prompt von Micah auf die Hörner genommen. Ich weiß nicht mehr, ob sie hiervon zu Boden ging oder durch einen Hieb von Lamosh. Jedenfalls kam sie zu Fall, was ein Glück für uns war und sicherlich Deiner unendlichen Gnade zu verdanken ist, o Neuer Gott. Doch auch im Liegen setzte uns die Steinhexe noch so sehr zu, dass unsere Nahkämpfer schlimme Verletzungen hinnehmen mussten und Micah sogar mehrfach bewusstlos wurde. Seine Hilflosigkeit wurde von den widerlichen Augenkriechern erbarmungslos ausgenutzt: Einer von ihnen riss Micah ein Auge aus der Höhle, das sich sofort seinerseits in ein Kriechauge verwandelte. Entsetzlich, welch grausame Schrecken die Dunkelheit hervorbringt!

Nach zähem Kampf gab Eamon der Elfensteinhexe den Todesstoß und wir schlossen das letzte Kriechauge für immer. Ein weiteres Mal haben wir in deinem Namen gesiegt, o Herr.

Doch zu welchem Preis?

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Pasetti

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