Shadow of the Demon Lord

Von Äpfeln und anderen Hindernissen

Seit dem letzten Abenteuer im Schrein waren ein paar Monate ins Land gegangen und der Sommer hatte Einzug gehalten.
Während Rotze in den Kreuzfahrer-Staaten das Böse bekämpfte, hatte Micah inzwischen – mit Hife von Lamosh – einen Schrein zu Ehren der “gehörnten Bestie” im Wald errichtet. Jeanne vertrieb sich ihre Zeit mit der Hautevolee von ’Crossings, Eamon machte ein paar magische Weiterbildungen und Bettrix begab sich auf Pilgerreise.
Durch ihre neuen Kontakte zur Oberschicht von Crossings ergab sich auch ein neuer Auftrag für die abenteuerlustige Truppe: Candice, die Tochter des Stadtrates Meister Dreen war während eines Abendspazierganges am Hafen entführt worden. Ihr Verlobter Phineas hatte sie zwar begleitet, war aber von den Entführern niedergeschlagen worden.
Der stümperhafte Epresserbrief sowie die sehr niedrge Lösegeldforderung machten die Sache irgendwie verdächtig. Zumal Phineas erwähnte, dass seine Verlobte einen Hang zm Abenteuer hat und auch die Nachforschungen in der Stadt keine nützlichen Hinweise ergaben. So machte man sich in Begleitung von Phineas auf den Weg zu dem im Brief genannten Übergabeort. Das Geld sollte in einem Fass hinter der Mühle in “Fandelfa”, einem etwa eine Tagesreise entferten Dorf, deponiert werden. Als Belohnung für die erfolgreiche “Befreiung” seiner Tochter zahlte Meister Dreen 10 Goldstücke im Voraus.

Die Reise verlief Problemlos bis sie fast das Ziel erreicht hatten. Die Straße war rechts und links von Apfelhainen gesäumt und aus einem waren deutlich Hilferufe zu vernehmen. Die Truppe folgte den Rufen und fand inmitten des Hains ein Kind, dass an ein Kreuz gebunden war. Bettrix machte sich eben daran das Kind loszubinden, als plötzlich sechs weitre Kinder mit seltsam grünen Augen aus dem Schatten der Bäume traten. Sie trugen Sicheln und der Anführer gab ihen deutlisch zu verstehen, dass sie besser verschwinden sollten. Es war klar recht schnell klar, dass es hier keine Diskussionsbereitschaft gab und ein Kampf entbrannte. Nach den ersten Hieben stellte sich heraus, dass die Kinder Changelings waren, was die Sache für unsere Helden etwas einfacher machte, da doch niemand ernsthaft gegen Kinder kämpfen wollte. Die Eisenwaffen machtne kurzen Prozess mit den Changelings und das Kind am Kreuz konnte befreit werden.
Pel, so hieß das Kind, berichtete er sei von drei " bösen Männern mit Kapuzen und Maskten" hierher verschleppt worden, mehr wisse er aber nicht.
Rotze und Bettrix hatten den Verdacht, dass hier möglicherweie heidnische Riten abgehalten werden, weshalb es sicherer schien, zuerst das Dorf auszukundschaften bevor man das Kind zurück zu den Eltern bringt.
Micah verwandelte sich in einen Adler und erkundete das Dorf aus der Luft, während sich Rotze, Bettrix, Jeanne und Eamon zu Fuß auf den Weg machten.
Im Dorf war auffällig wenig los dafür, dass heute eigentlich traditionellerweise große Mittsommerfeiern stattfanden. Es schien als hätten sich alle Bewohner in ihren Häusern verbarrikadiert.
Rotze und Bettrix begaben sich zur Kirche, in der sie den Priester Pater Rone ins Gebet vertieft vorfanden. Nachdem sie ihm ein wenig ins Gewissen geredet hatten, erzählte er ihnen, dass das Dorf vor langer Zeit mit den örtlichen Feen aneinander geraten war. Um die Feen wohlgesonnen zu stimmen wurde vereinbart alle 7 Jahre an Mittsommer den Feen ein Kind darzubringen. Im Ausgleich würde die “Apfel-Dame” für reiche Ernten sorgen. In diesen Jahren wurde an Mittsommer nicht gefeiert, sonder in stiller Einkehr den Segnungen gedacht, bis dann um Mitternacht die Apfel-Dame auf dem Marktplatz den Segen spricht. Bettrix und Rotze waren Entsetzt, dass diser Diener des Neuen Gottes sich so bereitwillig diesen heidnischen “Traditionen” fügte! Es gelang ihnen Pater Rone davon zu überzeugen, dass es an der Zeit war diesem Treiben Einhalt zu gebieten.
Jeanne und Eamon gingen währenddessen zum Hof von Pel`s Eltern und spähten vorsichtig durch die Fenster. Eine Famile saß am Abendbrottisch und sah angemessen betroffen aus, allerdings schien seine Mutter nicht unter den Anwesenden zu sein. Gerade als sie sich wieder davon machen wollten, öffnete sich das Fenster und ein Mann – wahrscheinlich der Vater – sah mit einer Bratpfanne bewaffnet heraus. Jeanne trat die Flucht nach vorn an und klingelte an der Haustür um – ganz die unschuldige Durchreisende – nach dem Weg zum Gasthaus zu fragen.
Die Kundschafter kehren dann in den Hain zu Lamosh zurück und berichten was sie herausbekommen haben. Micah stellt fest, dass es sich bei der Apfel-Dame mit ziemlicher Sicherheit um eine Dryade handelt und es daher definitiv keine gute Idee ist, sich in der Nähe der Bäume aufzuhalten. Der Sicherste Ort wäre die Kirche.
Die Gruppe macht sich umgehend auf den Weg ins Dorf, wo sie in der Kirche ausharren wollen, bis die Apfel-Dame erscheint. Mit viel Glück haben sie bis dahin auch einen Plan, wie genau sie das Feen-Problem lösen wollen.
Leider gibt es vorher noch ein anderes Problem: ein Trupp mißtrauischer Dorfbewohner taucht an der Kirchentür auf. Sie haben gesehen, dass sich dieser Haufen Fremde mitsamt ihrem Priester in der Kirche verschanzt hat und finden das ziemlich verdächtig. Nur zur Vorsicht postieren sie deshalb zwei Aufpasser an der Kirchentür. Die anderen Bewhohner hatten sich kaum zurückgezogen, als Lamosh und Jeanne beschlossen, die beiden Aufpasser umgehend loszuwerden. Eigentlich wollten sie diese nur außer Gefecht setzen, doch leider unterschätzten beide ihre Schlagkraft und fügten ihnen bereits mit dem ersten Schlag heftige Wunden zu. Der eine fiel sofort zu Boden, doch der andere schaffte es leider noch laut um Hilfe zu schreien, bevor auch er für immer verstummte…….
Das blieb nicht unbemerkt und der Trupp besorgter Bürger verwandelte sich in einen Aufgebrachten Mob, der mit gezückten Waffen Richtung Kirche marschierte.
Die Einzigen die jetzt nicht in der Kirche festsitzen sind Micah, der immer noch als Adler durch die Lüfte kreist und Eamon, der sich in eine dicke Taube verwandelte hatte um Micah zu suchen und vor dem Mob zu warnen.
Anderer Ort, noch ein Problem: Micah hatte sich am Rande der Straße inzwischen wieder in seine übliche unaufgeräumte Faun-Gestalt verwandelt. Als zwei Dorfbewohner auf dem Weg in den Apfelhain an ihm vorbeikamen, stellte er sich ihnen in den Weg. Eamon hatte Micah just in diesem Augenblick erreicht, beschloss aber sich lieber noch nicht zurückzuverwandeln und landete stattdessen einfach zwischen seinen Hörnern. Die beiden Männer waren zuerst nur überrascht, aber als Micah sich vor ihnen aufbaute und vor gerechtem Eifer förmlich glühte, bekamen sie es mit der Angst zu tun. Es half auch nicht wirklich, dass dann auch noch sechs verwachsene Gnome mit blutigen Zipfelmützen, ein beschwingtes Lied über Morden und Leute fressen singend, aus dem Unterholz hervorkamen. Voller Entsetzen traten sie alle die Flucht an und rannten so schnell sie konnten ins Dorf zurück.

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Außer Spesen nichts gewesen

So standen sie abermals vor den nunmehr geschlossenen Türen des Ganges. Sollten sie diesen unheiligen Ort weiter untersuchen oder einfach gehen? Nach kurzer Diskussion schlug Eamon vor, sich in eine Fledermaus zu verwandeln und so in sicherem Abstand von den Augen bis zum Ende vorzudringen. Gesagt, getan! Er flatterte durch den Gang, durch den Raum mit den Augen, bis er am Ende in einen weiteren Raum kam aus dem es blau leuchtete. Der Raum hatte keinen weiteren Ausgang und war mit Statuen von schrecklich zugerichteten, deformierten Menschen gefüllt. An der Kopfseite des Raumes leuchtete jeoch eine Schale in verheißungsvollem, blauen Licht.
Eamon ließ sich am Rand der Schale nieder – so gut dass als Fledemaus eben ging – und sah, dass in der Schale drei kleine Kristalle lagen, von denen das Leuchten ausging. Eine kurze Untersuchung zeigte, dass die Kristalle magischer Natur waren. Könnte das vielleicht die Belohnung für die Strapazen sein? Voller Eifer machte er sich daran, die Kristalle mit den Fledermauskrallen aus der Schale herauszufummeln. Es war mühsehlig und erforderte höchste Aufmerksamkeit, sodass er leider keine Chance hatte, dem Angriff den Mutantanschlange auszuweichen. Das Biest war von irgendwo unter dem Podest auf dem die Schale stand aufgetaucht und schlug nun ihre Fänge in die schwer beschäftigte Fledermaus.
Zum Glück fügte der Angriff nur leichten Schaden zu, aber es war genug den Zauber zu brechen und Eamon verwandelte sich zurück in seine normal Gestalt. Zu seinem Entsetzen sah er noch weitere Gestalten im Dunkeln herannahnen und traf die vernünftige Entscheidung panisch davonzulaufen.
Der Rest der Truppe war vor der Tür geblieben. Die Rufe, die sie nun aus dem Gang hörten verhießen nichts Gutes: "Waaaaaah! Sie verfolgen mich!!! “Ohgottogottogott….aaaaahhh….macht SOFORT DIE TÜR ZU WENN ICH DURCH BIN!!!!!!” Jeanne und Bettrix brachten sich vor der Tür in Stellung und es bot sich ihnen das folgende Bild: ein sprintender Eamon der von einer Schlange mit drei Schwänzen, einem kleinen, verwachsenen Mini-Zentauren mit Spinnenbeinen sowie einem komischen leuchtenden Dreieck verfolgt wurde.
Bettrix feuerte einen Zauber auf das Dreieck was daraufin leicht zu zischen und zu dampfen anfing.
Eamon konnte sich mit einem Hechtsprung durch die Tür retten, die Jeanne sofort hinter ihm schloss. Die Gruppe wähnte sich für einen kurzen Augenblick in Sicherheit, doch dann materialisierte sich plötzlich mit einem leisen Plopp das leuchtende Dreieck mitten im Raum. Nach einem kurzen, aber heftigen Kampf wurde das dämonische Dreieck besiegt und die angeschlagene Truppe konnte endlich eine Rast einlegen.
Micah wollte auf keinen Fall weitergehen und drängte darauf den Schrein zu verlassen, aber Rotze war wild entschlossen den unheiligen Ort zu säubern. Lamosh und Jeanne waren auch dafür zumindest den anderen Gänge zu erkunden.

Hinter der nächsten Tür verbarg sich ein von Säulen gesäumter Gang, an dessen Ende zwei fiese Skelett-Krieger darauf warteten, eventuelle Eindringlinge in Stücke zu hauen.
Micah hatte sich das noch geladene Feen-Amulett zwischen die Hörner gehängt und marschierte entschlossen auf die beiden Skelette zu, nur um dann auf halber Strecke zum Entschluss zu kommen, dass es vielleicht doch zu gefährlich ist jetzt auszuprobieren, ob die Magie noch ausreicht die Skelette davon zu überzeugen, dass wir Freunde sind. Nachdem es ihm in den anderen Kämpfen mehrmals fast geschmissen hätte, war das aber durchaus verständlich. Eamon nahm sich daraufhin das Amulett und ging weiter. Jeanne, Lamosh und Rotze hielten sich kampfbereit im HIntergrund. Das Glück war ihnen ausnahmsweise mal hold: dank des Amulettes war ein Skelett freundlich gesonnen und erschlug seinen Kumpanen, der die Gruppe angreifen wollte. Netterweise ließ er sich dann danach auch noch von Jeanne ohne Gegenwehr niederstrecken. Geht doch!
Die Rampe am Ende des Ganges führte hinunter in eine Kammer in deren Mitte eine Schale mit roten Kristallen schwebte. Nach einer eingehenden Untersuchung stand fest, dass es nur eine Falle war, die unbedachte Abenteurer von dem wirklichen Schatz des Schreins fernalten sollte.
Wie Micah dann herausfand, erzählten die Deckenfresken die Geschichte des Krieges der Feen gegen die Trolle und wie diese mit HIlfe der Chaos-Scherben besiegt werden konnten. Diese mächtigen, magischen Scherben wurden nun hier im Schrein aufbewahrt. Wie ihnen nun klar wurde, waren das die blauen Kristalle, die Eamon gesehen hatte.
In Anbetracht der Tatsache, dass die Scherben von Dreiecks-Dämonen, Mutantenviechern und ekligen Wanderaugen bewacht wurden, schien es trotz des großen Wertes keine kluge Idee zu sein, nochmals zu versuchen an die Scherben zu gelangen.
Der Gang hinter der letzen Tür endete in einer Höhle, in der es außer vage menschlichen Mutanten nichts zu sehen gab. Des Kämpfens müde wurde beschlossen einfach den Rückzug anzutreten und den Schrein zu verlassen.

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Auge um Auge

Oh mein Gott, hier spricht wieder Dein ergebener Diener Rotze, der Goblin in der dezent femininen Abendgarderobe.

Unsere Schicksalsgemeinschaft befindet sich noch immer im Tempel der Hautsammler-Scheusale, in dem wir gerade einen Teil untersucht haben, der anscheinend eingestürzt ist und so zu einer natürlichen Höhle geworden ist. Da wir nicht einschätzen konnten, ob diese irgendwo hinführt, kehrten wir um und entschlossen uns, stattdessen einen anderen Gang zu erkunden, der von der runden Halle mit dem Leuchtestein im Boden abgeht.

Unsere Wahl fiel auf den Gang, an dessen Ende wir nur eine schemenhafte Figur erkennen konnten. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dieser Figur um eine überlebensgroße Steinstatue, die ein Abbild der bösen Feenkönigin darstellt, welche uns zuvor der Leuchtestein in die Luft gemalt hatte. Anstelle von Augen hatte diese Statue zwei Münzen. Ist ja auch klar: Ihre Augen hatte sich die Feenhexe ja in dem Trugbild überm Leuchtestein bereits rausgerissen. Leider, lieber Gott, werden wir später noch auf das Thema Augen zurückkommen müssen. Bäbäh!

Jedenfalls hat Eamon herausgefunden, dass sowohl die blöde Feenstatue als auch eine der Münzen magischer Natur waren. Diese Münze habe ich der Feenschlampe mit meinem Bogen gleich mal sauber rausgeschossen. Das fand die olle Fee wohl nicht so gut, denn nun begann sie, wie eine alberne Gans auf uns loszutänzeln. Dann lief mit einem Mal der Ork Lamosh auf die Statue zu griff sie an und lief dann noch weiter in den Raum dahinter. Typisch ungestümer Ork! Die Strafe hierfür folgte auf dem Fuß, bzw. auf Insektenbeinen: Das Nächste, was wir sahen, war Lamosh der sich beeilte, wieder zu uns zurückzukommen – verfolgt von etwa einem Dutzend lebender Augen auf dürren Beinchen. Der Blick dieser ekligen Kriechaugen übte den unwiderstehlichen Zwang aus, sich ihnen zu nähern. Der Grund hierfür wurde uns leider bald allzu klar …

Währenddessen hatte sich die Elfenstatue uns tänzelnd bis in Nahkampfreichweite genähert und wurde dort prompt von Micah auf die Hörner genommen. Ich weiß nicht mehr, ob sie hiervon zu Boden ging oder durch einen Hieb von Lamosh. Jedenfalls kam sie zu Fall, was ein Glück für uns war und sicherlich Deiner unendlichen Gnade zu verdanken ist, o Neuer Gott. Doch auch im Liegen setzte uns die Steinhexe noch so sehr zu, dass unsere Nahkämpfer schlimme Verletzungen hinnehmen mussten und Micah sogar mehrfach bewusstlos wurde. Seine Hilflosigkeit wurde von den widerlichen Augenkriechern erbarmungslos ausgenutzt: Einer von ihnen riss Micah ein Auge aus der Höhle, das sich sofort seinerseits in ein Kriechauge verwandelte. Entsetzlich, welch grausame Schrecken die Dunkelheit hervorbringt!

Nach zähem Kampf gab Eamon der Elfensteinhexe den Todesstoß und wir schlossen das letzte Kriechauge für immer. Ein weiteres Mal haben wir in deinem Namen gesiegt, o Herr.

Doch zu welchem Preis?

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It's a Dungeon!

Und schon kriechen die mit fremder Haut bekleideten Gestalten aus dem Gang und fallen über Lamosh her, dem es nicht gelingt mit seiner gewaltigen Axt auch nur einen von ihnen zu treffen.
So ist es ein Glück, dass die Gefährten nach Rotzes Segen sofort aus dem Nebenraum (der mit der seltsamen roten Kuppel) zur Hilfe eilen.
Eine Schlacht entbrennt zwischen den geschockten Helden und den grauenhaften Kreaturen, die sowohl Mika als auch Deliah beinahe das Leben kostet und auch bei den übrigen Kämpfenden schwere Wunden schlägt. Durch eine glückliche Fügung gelingt es Lamosh schließlich, den letzten Gegner nieder zu strecken. Dank der Heilenden Unterstützung von Micah, Jeanne und Rotze können sich auch die Verletzten wieder aufrappeln.
Als die Helden sich in den Kuppelraum zurückziehen erwartet sie eine Erscheinung, die über der roten Halbkugel schwebt: Das Hologramm einer Elfe erscheint, den Mund zu einem stummen Schrei aufgerissen. Zum entsetzen der Gefährten zerrt die Gestalt sich die Augen aus den Höhlen und präsentiert sie dem erstarrten Publikum.
Als die Erscheinung verblasst, sehen die Freunde sich in dem runden Raum um: Es führen 4 Türen in diese Kammer. Durch die erste haben sie diese betreten und die weiteren Zugänge befinden sich gegenüber und jeweils zur Rechten und zur Linken. Auf den Türen befinden sich weitere elfische Schriftzeichen und jeweils das Relief eines Kriegers, der über den Gänge dahinter zu wachen scheint.
Während Micah eine weitere Heilung spricht, die mit den sprießenden Blumen an diesem Ort auch die Gemüter ein wenig erhellt, überprüfen Eamon und Bet-Trix zur Sicherheit den Raum, aus dem die Hautlosen gekrochen sind. Sie kehren zurück um von weiteren Schrecken zu berichten, die sie dort vorgefunden haben: In der Mitte des am Ende des Ganges liegenden Raumes befindet sich eine pulsierende, würfelförmige Masse aus menschlichem Fleisch, die zum Ekel der beiden sogar an einer Ecke angeknabberte zu sein schien. Außerdem fanden sich dort einige Gegenstände aus dem Besitz von Deliahs Freunden, deren leblose Haut sie zuvor schon auf den blutigen Körpern der Hautlosen wiedererkannt hatte.
Nach diesem Bericht zögern die Abenteurer, ob sie noch weiter in diesen finsteren Gewölben bleiben wollen, aber Deliahs entschlossenes Sinnen auf Rache und die Strapazen eines erneuten Tauchgangs zurück und am nächsten Tag wieder hinunter, bewegt die Gruppe schließlich dazu, in dem zentralen Kuppelraum zu übernachten, nachdem Eamon versicherte, dass die rote Halbkugel im Raum keine Anzeichen von Magie zeigt. Es werden Wachen eingeteilt und die Stunden der Ruhe vergehen ohne neues Unheil. So gestärkt untersuchen die Helden schließlich die Räume hinter den drei verbleibenden Türen:
Hinter der linken Türe befindet sich ein breiter, abschüssiger Korridor, der in einem Raum mit einigen gewaltigen Säulen und ebenfalls mit Malereien von Folterszenen an den Wänden endet. Vor dem Durchgang am Ende des Raumes wachen zwei regungslose Skelettkrieger in voller Rüstung.
Um keinen Angriff von ihnen zu provozieren ziehen die Helden sich zurück und kontrollieren zunächst die beiden anderen Durchgänge:
Die Türe gegenüber des Eingangs führt zu einem dunklen, langen Gang, an dessen Ende ebenfalls die Umrisse einer regungslosen Gestalt auszumachen sind.
Der Raum hinter der Türe zur rechten erweist sich als Säulengang, der in eine natürliche Höhle führt, deren Boden jedoch nach einigen Metern eingestürzt ist und einen etwa 10 Meter tiefen Abgrund auftut. Auf der gegenüberliegenden Seite lässt sich eine Fortführung des Ganges erahnen und ein Luftzug lässt darauf hoffen, dass sich hier vielleicht ein weiterer Ausgang finden lässt.
Doch wie sollen unsere Helden den Abgrund überwinden? Und was hat es mit dem Elfen-Hologramm, den Skelettkriegern und de roten Kuppel im zentralen Raum auf sich?

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One does not simply walk into the Temple of Doom.
Oh wait! We do!

So machte sich die Gruppe unter der Führung von Lamosh und Deila auf den mysteriösen Schrein zu finden.
Nach einem langen Marsch durch den Wald erreichten sie schießlich eine Senke, in dessen Mitte sich ein versumpfter Tümpel befand. Auf einer kleinen Felseninsel im Sumpf stand ein Turm aus dunklem Stein der – außer dem von Delias Truppe freigesprengten Eingang – keinerlei Fenster oder ähnliches aufwies.
Nachdem man sich überzeugt hatte, das die Umgebung sicher und auch aus der Richtung des Turmes keinerlei Aktivitiät zu sehen war, stapften sie durch den Sumpf zu Insel. Das war besonders für Micah sehr beschwerlich, da der tief im Morast einsank und nur mit Mühe voran kam.
Am Turm angekommen, entdeckte Rotze eine Inschrift, die sich wie ein Band um das Gebäude zog. Da leider niemand der Anwesenden Elfisch lesen konnte, sollte die Bedeutung der Inschrift ein Rätsel bleiben….
Der Turm selbst war im inneren schmucklos und außer einer Treppe, die nach unten in einen gefluteten Gang führte, gab es nichts besonderes zu sehen.
Micah und Eamon waren nicht wirklich begeistert, als man beschloss den Gang zu durchtauchen und den Turm weiter zu erkunden. Rotze sprach einen Zauber auf einen Stein, der darauf zu einer Lichtquelle wurde die man auch unter Wasser benutzen konnte. Sehr nützlich!
Eamon und Delia schafften den Tauchgang nur knapp und mussten nach Luft ringend aus dem Wasser gezogen werden.
Der Gang endete in einer runden Halle mit einer Empore an einem Ende und einem weiteren gefluteten Gang am anderen.
Die Decke der Halle war mit charmanten Fresken bedeckt, die zeigten wie Feenwesen Menschen folterten. Sehr ermutigend!
Auf der Empore befand sich eine seltsame runde Tür, die ebenfalls von einer Inschrift umrahmt war, die natürlich wieder niemand lesen konnte. Das hielt aber Rotze und Micah nicht davon ab, einfach mal zu schauen was passiert, wenn man an der Tür zieht. Die Antwort war prompt und unschön: Micah und Rotze wurden beinahe von den Flammen gegrillt, die aus der Inschrift schlugen. Aber die beiden ließen sich davon nicht entmutigen und siehe da! Man musste drücken, um die Tür ohne Flammen zu öffnen. Geht doch!
Am anderen Ende der Halle hielt Lamosh am Ausgang des zweiten Tunnels wache. Es blieb eine Weile erfreulich still, doch dann hörte er aus dem Gang schleimig kriechende und kratzende Geräusche……

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The horror! The horror!

Nachdem wir die Ziegenviecher erfolgreich in die Flucht getrieben hatten, erfuhren wir, dass es sich bei der Frau die wir gerettet hatten, um eine Abenteurerin namens Delia handelt. Sie und ihre zwei Begleiter hatten in einer Seitenstraße eine Karte von einem “Händler” erworben, der sie zu einem Schatz führen sollte, der in einem Schrein verborgen war.
So machten sie sich auf durch den Wald und fanden auch – wie angepriesen – einen Schrein, der den Eingang zu einer Höhle darstellte. Sie schlugen ihr Lager direkt vor dem Schrein auf und begannen diesen zu erkunden. Ein Teil des Ganges war überflutet und konnte nur tauchend durchquert werden.
Am Ende der Höhle lauerte jedoch eine böse Überraschung: anstelle des Schatzes fanden sie eklige, hautlose Dämonenmenschmutantenkroppzeugviecher, die sich sofort auf sie stürzten.
Delia gelang die Flucht, verlor aber in den Kampfeswirren ihre zwei Begleiter. Sie war auf der Suche nach ihnen, als sie den Ziegenmenschen in die Hände fiel.
Nachdem wir ihre Geschichte gehört hatten, schien es ziemlich sicher, dass die blutigen Spuren die wir gefunden hatten, zu den hautlosen Dämonenmutantenmenschenkroppzeugviechern gehören mussten, die nun durch den Wald streiften und möglicherweise die Schweine von Bauer Schinken gestohlen hatten.
Die Mission war klar: auf zum Schrein! Dieses unheilige Gezücht muss vertrieben werden und wenn man dann auch noch die Begleiter von Delia finden würde, wäre das ein Plus.
Da erwähnt wurde, dass man einen Teil des Ganges tauchend durchqueren muss, baten wir Bauer Schinken um ein paar Schweineblasen als Schutz für unsere Zunderboxen und Fackeln. Gute Vorbereitung ist schließlich alles!
Versorgt mit neuem Proviant und für den Tauchgang gerüstet, folgten wir den blutigen Fußspuren, die Jeanne schon Tags zuvor entdeckt hatte. Die Spuren führten uns immer tiefer in den Wald hinein und als wir einen großen blutigen Klumpen am Wegesrand entdecken, der sich als gehäutetes Schwein entpuppte, wussten wir, dass wir dem Ziel nahe sein mussten.
In einer kleinen Lichtung am Fuße eines Hügels fanden wir dann einen Höhleneingang, bei dem es sich jedoch nicht um den erwarteten Schrein handelte. Offensichtlich hatten die Viecher hier nur Unterschlupf gesucht. Lamosh, Rotze, Micah und Bet-Trix machten sich auf, die Höhle zu erkunden, während Jeanne und Eamon die Umgebung absuchten.
Der Erkundungstrupp war kaum ein paar Schritte in die Höhle gegangen, als Bet-Trix (?) spürte, dass sich hinter einem Vorsprung etwas versteckt hatte. Alle zogen die Waffen, aber der Anblick der Angreifer ließ sie vor Abscheu erstarren: hinter dem Vorsprung erschienen vier vage menschlich aussehende Kreaturen, die größtenteils aus rohem Fleisch bestanden, wohl aber versucht hatten, sich aus Schweinehaut eine eigene zu basteln, was aber nur mäßig erfolgreich war. An den Händen hatten sie fiese Klauen, mit denen sie sich auf die Eindringlinge stürzten.
Jeanne und Eamon hörten den Kampfeslärm und machten sich auf, ihren Freunden zur Hilfe zu eilen.
Der Kampf war hart und die Kreaturen von erstaunlicher Kraft und Zähigkeit! Es gelang schlußendlich jedoch drei von ihnen zu erledigen. Zu Delias großem Entsetzen, hatte eine der Kreaturen sich die Haut eines ihrer Begleiter angeklebt. Hoffentlich hatte der andere mehr Glück gehabt!
Eine der Abscheulichkeiten floh in den Wald. Lamosh nahm tapfer die Verfolgung auf und verschwand ebenfalls im Wald. Es dauerte eine Weile, bis die Truppe bemerkte, dass er nicht zurückgekehrt war und man begann sich ein wenig zu sorgen. Da es jeoch bereits dämmerte und eine Suche in der Dunkelheit wenig sinnvoll schien, wurde beschlossen erst am nächsten Morgen zu starten. Lamosh war schließlich ein großer Ork und ein guter Kämpfer

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Blöde Ziegen

Ach, Du großer Gott! Hier spricht Dein treuer Diener Rotze.

Der Ork Lamosh kennt sich wohl mit Grünzeugs und Moos und so aus und war deswegen in der Lage, die Spuren zu lesen und ihnen in den Wald hinein zu folgen. Wir entschieden uns zunächst für das Verfolgen der Hufspuren, nicht der blutigen Skelettspuren. Nach einiger Zeit kamen Stiefelandrücke hinzu, was uns rätseln ließ.

Als der Ork ein Blöken hörte, schlich Dein treuer Diener Rotze behände voraus, versteckte sich hinter einem Felsen und sah auf der Lichtung dahinter fünf Ziegenmenschen. Widerwärtige Kreaturen auf Bocksfüßen mit Ziegenköpfen und blutigen Schnauzen. Sie hielten eine Menschenfrau gefangen – offenbar die Quelle der Stiefelspuren – und trieben ihre grausamen Späße mit ihr. Dabei blökten sie wie die blöden Ziegen, die sie waren.

Ich eilte flugs zu den anderen zurück und berichtete ihnen. Wir beschlossen, keine Zeit zu verlieren und die Monster anzugreifen, bevor sie der Frau noch Schlimmeres antun konnten. Wir schlichen zu dem Felsen, hinter dem ich mich bereits verborgen hatte, Eamon kletterte drauf und zauberte dort einen Kasten, der selbständig Armbrustbolzen verschoss. Wir folgten ihm auf den Felsen und eröffneten mit unseren Bögen ebenfalls das Feuer auf die völlig überraschten Tiermenschen.

Nachdem sie den ersten Schreck überwunden hatten, stürmten die Untiere auf uns zu. Die Menschenfrau nutzte die Gelegenheit, um sich ihrer Fesseln zu entledigen und in Sicherheit zu bringen. Als die Ziegenmonster unseren Felsen erreichten, konnte ich dank Deiner Gnade, o Herr, den Felsen zu geheiligtem Boden erklären, wodurch wir von allen Angriffen der unheiligen Ziegen geschützt waren und außerdem für ihre Ziegenglubschaugen unsichtbar wurden.

Eamon jagte mir dann einen furchtbaren Schreck ein, indem er sich in ein Vielfraß oder so was verwandelte, vom Felsen sprang und zu der Frau schlich. Anscheinend konnte Eamon die Frau überreden, sich unserer Sache anzuschließen, denn wenig später griff die Frau in den Kampf ein.

Um es kurz zu machen, o Gott: Wir tilgten diese widerlichen Ausgeburten vom Antlitz der Welt. Sie konnten keinen von uns verletzen und keiner von ihnen konnte entkommen.

Auch habe ich wohl bemerkt, dass Du in Deiner unendlichen Weisheit entschieden hast, dass ich weder mit meinem Bogen noch mit Deinem himmlischen Licht irgendetwas treffen sollte. Ich verstehe das als Prüfung und als Zeichen für mehr Demut sowie ferner auch mehr Übungsstunden mit dem Bogen. Danke, o Herr, für diese Deine heilige Zurechtweisung!

Ich bin gespannt, wer die Frau ist, die wir vor den Ziegenmenschen gerettet haben.

Dein demütiger Diener Rotze.

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Jeanne berichtet ...

Es geht weiter mit den Abenteuern, nachdem der Winter endlich vorbei ist und der Frühling Einzug gehalten hat. Vielleicht hat damit auch die Zeit der geruhsamen Aufbereitung der Kräuter und Beeren ein vorläuiges Ende gefunden. Es wäre durchaus nicht unangenehm, etwas Abwechslung!

Vater Jonas übernimmt die Gemeinde von Vater Gregorius und Rotze. Als erste Amtshandlung entledigt sich Vater Jonas sowohl Rotze als auch Lamosh.
Der Schrein der Erdenmutter von Mika wird vor allem von Halblingen der Region besucht. Jetzt steht das große Frühlingsfest an, mit Pilgerzug von der Stadt über die umliegenden Farmen und Felder zum Schrein. Anläßlich dieser großen Festlichkeit begleite ich, wie auch die weiteren Abenteurer , Mika auf der Pilgerwanderung. Es wird sicherlich eine interessante Erweiterung meiner religiösen Erfahrungen sein. Der Winter ist vorbei – HURRAAAA!

Mit jedem Dorf und jedem Gehöft, welches wir passieren, wird der Zug größer. Vor allem Halblinge gesellen sich u dem Zug mit Körben voller Gaben. Im Dorf Hamlet ist die Stimmung gedämpft, weil iermenschen einiges der Tiere gestolen haben. Bauer Habelbab berichtet Mika davon und erhält tröstliche Worte.
Einschub: Tiermenschen
- haben den alten Göttern abgechworen und wurden daher von den alten Göttern verflucht. Ihnen wurden ihre Menschlichkeit genommen, was vor allem für alle anderen eine Gefahr bedeutet.
- Sind eine Gefahr für Bewohner, da sie ihre Tieren stehlen. Gerade für Reisende stellen sie allerdings eine noch größere Gefahr dar, da sie die Reisende selbst aufgreifen und ihnen schreckliche Dinge antun – so erzählt man sich jedenfalls.
- Es bleibt wohl nur, sie mit Feuer und Schwert von ihrem Fluch zu erlösen (und damit auch das Leben aller in der Umgebung dauerhaft sicherer zu machen)

Nachdem die Prozesion am Schrein angekommen ist, lagert Mika die Opfergaben in Fässern ein. Als wir gehen wollen, ruft Mika einen riesigen Wolf aus dem Wald – Skelkar, der ihn nun begleitet. Gemeinsam machen wir uns auf zum Dorf Hamlet, um sicherzustellen, dass die Feiern ungestört geschehen können. Danach wollen wir uns aufmachen, um die Tiermenschen zu suchen und auszukundschaften.

Auf dem Dorfplatz wird gefeiert – wir mischen uns unter die Halblinge – Rotze ist immer in der Nähe des Essens zu finden. Mika spricht derweil mit der Augenzeugin, die die Tiermenschen gesehen hat, hinter Bauer Schinkens Haus am Waldrand – eine Ziege, die auf Hinterbeinen geht und einen Speer bei sich trug.

Wir machen uns auf den Weg zu Bauer Schinken. Im Wohnhaus brennt eine Kerze. Auf unser Klopfen öffnet Bauer Schinken die Tür. Auf Nachfrage berichtet er von einem Schatten, den er gesehen hat. An dieser Stelle kann ich nach etwa Fährtenlesen Hufabdrücke – sie sehen aus, als seien sie von einem Zweibeiner. An der Rückwand des Schuppens am Schweinegatter finde ich einen Abdruck – blutig, wie von einer Skeletthand. Durch mein Geschick im Fährtenlesen können wir der Spur der Hufabdrücke zum Wald folgen. Skelkar gibt ca. 20 Meter entfernt Laut. Mika kontrolliert das und findet eine blutige, skelettartige Fußspur. Skelettspuren und Hufspuren scheinen unabhängig von einander zu sein. Die Fährten laufen in unterschiedliche Richtungen. Nach Beratung beschließen wir, bei Bauer Schinken zu übernachten, um für Sicherheit zu sorgen. Meine Wenigkeit und Eamon kommen im Bauernhaus unter, die anderen im Schweinestall oder draußen. Mika und Lamosh halten abwechselnd draußen Wache.

Lamosh hat zum Ende seiner ersten Schicht einmal das Gefühl, dass er beobachtet wird, kann aber nichts Konkretes ausmachen. Mika und Skelkar machen sich zu Beginn ihrer Wache auf die Suche und finden wenige Meter in den Wald hinein eine Stelle, an der wohl eine über und über blutige Gestalt an einem Baum gelehnt hat. Skelkar hat mehrere skeletierte, blutige Fußspuren entdeckt. Diese sind frischer als der vorher gefundene, sie sind noch feucht. Nach dieser Entdeckung übergibt Mika die Wache an Rotze und Eamon. Der Rest der Nacht verläuft ereignislos.

Am nächsten Morgen begutachten wir gemeinsam die blutigen Spuren.

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Licht und Schatten

O, allmächtiger Gott, geheiligt sei Dein Name! Dein ergebener Diener Rotze konnte mit Deiner göttlichen Hilfe ein altes, verfallenes Stinkehaus in Crossings von unheiligen Kreaturen der Finsternis säubern und so einen weiteren verdorbenen Winkel dieser Welt mit Deinem himmlischen Licht erhellen. Sergeant Alice von den Browncoats, meine Freunde und ein Ork haben mir dabei geholfen. Möge Dein Licht auch sie erleuchten!

Dabei war es beileibe keine triviale Prüfung für unsere kleine Gemeinschaft. Die widergöttliche Kreatur, aus Toten zusammengenäht, war aus dem grauenhaften Kellerverlies geflohen. Mika, Lamosh, Jeanne und Sergeant Alice stellten ihr nach. Mika verstopfte den schmalen Schacht wie eine brummende Rohrbürste. Als er sich oben endlich hinauszwängte, wartete die Abscheulichkeit bereits mit gezogenem Skalpell und griff an. Doch mit vereinten Kräften konnten sie schließlich das unheilige Konstrukt niederstrecken, das sich dann sofort zu verflüssigen begann.

Nun hatten wir Muße, den Rest des Hauses zu durchsuchen. Im ersten Stock fanden Eamon und ich zu meinem blanken Entsetzen einen Beschwörungskreis, in dem ein unfertiges Skelett lag! Furchtbare Erinnerungen an Lij und die Schreie der Sterbenden stürzten auf mich ein und wie von Sinnen machte ich mich daran, den Kreis und seine ketzerischen Inhalte zu zerstören. Zweifellos war hier auch das andere scheiß Skelett, das uns angegriffen hatte, zu seinem blasphemischen Unleben erweckt worden. Urgh! Bäh! Verzeih meine Wortwahl, großer Gott, aber ich finde, zur Beschreibung solcher Schändlichkeiten kann man auch mal Scheiße sagen – selbst im Gebet.

Im Kellerverlies fanden wir die Leichen (oder Leichenteile) einiger Vermisster sowie auch die sterblichen Überreste der beiden piekfeinen Menschen, die ebenfalls Nachforschungen angestellt hatten. Sie wiesen Tätowierungen eines gehörnten Totenschädels auf, die sie als Mitglieder der Bruderschaft der Schatten kenntlich machten. Wie ich noch aus meiner Zeit in der Stadt der Wunder weiß, ist die Bruderschaft ein Geheimbund der obersten Schichten, deren Anhänger sich in jeder Hinsicht gegenseitig unterstützen. Sehr eigenartig! Was wollten die hier?

Außerdem enthielt das Verlies eine Stahlkammer, die nur von innen zu öffnen ist. Darin fanden wir zwei Podeste und einen offenen Sarg, der benutzt aber teuer anmutete. Auf dem einen Podest war eine leere Haltevorrichtung für ein Buch angebracht und auf dem anderen stand eine Schmuckschatulle, in der wohl mal ein eiförmiger Gegenstand gelegen hatte. Ein Wandteppich zeigte einen facettenreichen Kristall, aus dessen Zentrum eine schlitzförmige Pupille zu starren schien. Ferner fanden wir chirurgische und alchemistische Instrumente im Wert von 8 Silberstücken.

Auch Pater Gregorius fanden wir in dem Verlies – oder das, was von ihm übrig war. Zwar war er noch am Leben, aber ihm fehlte ein Arm, ein Bein, die Zunge und sein Verstand. Er war in einem erbärmlichen Zustand, der uns allen das Herz zerriss. Vielleicht hat ihn Lamosh deshalb ermordet. Vermutlich sah der Ork es als Akt der Gnade. Und da sich bei den anderen kein Widerstand regte, vermute ich, dass er nicht der Einzige war. Dennoch haben sie sich alle gegen Dich versündigt, o Herr. Mord ist nun einmal Sünde – egal aus welchem Grund man ihn begeht. Auch ich habe Schuld auf mich geladen, weil ich es nicht verhindert habe.

Ich hoffe dennoch, dass Du ihnen vergeben kannst, so wie auch ich versuche, ihnen zu vergeben. Denn ich bin mir sicher, sie sind im Herzen gute Menschen, Halbmenschen und Dinge. Selbst der Ork. Vielleicht weiß er es nicht besser. Deshalb bitte ich Dich, sie bei ihrer nächsten Seelenwanderung nicht zu lange für ihre Sünden in der Hölle zu reinigen. Ich als Goblin habe ja keine Seele, wie man mir immer wieder sagt. Dennoch hoffe ich, dass ich meine Schuld durch künftige Taten zu Deiner Herrlichkeit etwas mindern kann. Meine Schuld, die so tief ist, dass sie bis in ebenjene Unterwelt reicht, die ich wohl niemals selbst sehen werde.

Aber es wird spät und ich muss schlafen. Was gibt es noch zu berichten? Wir haben Pater Gregorius beigesetzt und ich versuche zur Zeit, bestmöglich seinen Platz auszufüllen, bis wir einen neuen Pater für die Gemeinde gefunden haben. Ich hoffe, das wird bald sein, denn ich glaube, die meisten Gemeindemitglieder finden mich ekelig. Wir haben Sergeant Alice gebeten, die Stahlkammer zu bewachen, falls doch ein Vampir in dem Sarg wohnen sollte. Doch bisher ist nichts dergleichen dort aufgetaucht.

So, das war es, denke ich. Bleibt nur noch zu hoffen, dass ich bald wieder Gelegenheit haben werde, mit Deinem Licht in die Finsternis dieser Welt zu leuchten. Dein Diener Rotze, Abglanz Deines Lichts.

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Das Haus
(Es möge ergänzt werden)

Trotz erheblichen Alkoholkonsums (oder vielleicht auch wegen eben diesem) machte sich ein um Pater Gregorius besorgtes Trio bestehend aus Rotze, Eamon und Lamosh nach der Recherche im “Gefallenen Soldaten” auf den Weg zum Haus des alten Moore, um sich vor dem Besuch bei Nacht schon einmal dort umzusehen.
Das Haus wirkte verlassen, umso mehr überraschte es, dass es von drei ziemlich einfachen, mit Langmessern bewaffneten Gestalten bewacht wurde. Um das Gemäuer näher zu erkunden, nahm Eamon zur Überraschung seiner Begleiter die Gestalt einer Katze an und streifte darin herum.
Das gotisch anmutende Gebäude erwies sich als verwahrlost und in auffälligen ausmaß stinkend, aber Eamon konnte niemanden darin entdecken.
Damit wollte sich der euphorische Rotze jedoch nicht begnügen und es gelang ihm aufgrund seiner offenbar auch in alkoholisiertem Zustand herausragenden Befähigung sich unbemerkt zu bewegen ins Haus zu gelangen. Selbst ihm sticht der beißend unangenehme Geruch in der Nase und er findet ebenfalls nur verwahrloste Räume und herumliegendes Gerümpel und in einem Zimmer astrologische Karten an den Wänden. Darüber hinaus bemerkt er jedoch aufgrund seiner geschärften Sinne, dass dieses Haus vor nicht allzu langer Zeit durchsucht wurde. Alarmiert durch diese Entdeckung sieht er sich schließlich noch einmal genauer um und findet tatsächlich an einem Kamin einen Hebel durch dessen Betätigung sich ein Paneel in der Wand öffnet.
Durch diese Öffnung dringt verstärkt der schon wahrgenommene Gestank herauf und es ist schweres Atmen zu hören. Wieder der Vernunft begibt sich Rotze hinab in das stinkende Gewölbe und findet dort ein grauenerregendes Szenario vor:
In der nahezu völligen Dunkelheit kriecht eine Gestalt auf ihn zu, deren geschundenem Körper diverse Gliedmaßen fehlen, deren Stümpfe durch mit frischem Blut getränkte Verbände bedeckt sind. Die Gestalt greift nach Rotzes Bein und dem entsetzten Goblin gelingt es nur mit Hilfe eines Zaubers sich zu befreien und zu fliehen.
Doch die Erleichterung ist verfrüht, denn in der großen Halle des Hauses wird Rotze auf seiner Fluch von einem Skelett-artigen Ding mit einem Krummsäbel angegriffen. Wie durch ein Wunder kann er auch diesem Wesen entkommen und verlässt panisch – aber anscheinend von den Bewachern unbemerkt – dieses Haus des Schreckens.
Die drei vom Entsetzen geschüttelten Gefährten beschließen den übrigen Mitstreitern zunächst von diesem grauenhaften Ort zu berichten um dann am Abend gemeinsam zurückzukehren um dort zu retten, wer oder was dort noch zu retten ist.

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